Rundgang durch die Altstadt
Stationen

- Obermarkt
- 1. Rathaus
- 2. Obermarkt
- 3. Alnpeckhaus
- 4. Fortuna- Brunnen
- 5. Petrikirche
- 6. Ratskeller
- 7. Bergakademie
- 8. Schloss Freudenstein
- 9. Schlossplatz 6
- 10. Dom St. Marien
- 11. Stadt- und Bergbaumuseum
- 12. Mineralogische Sammlung der Bergakademie
- 13. Nikolaikirche und Stadttheater
- 14. Erker
Beschreibung

- Bürgerhaus
Ausgangspunkt einer Wanderung durch die Altstadt Freibergs ist das Rathaus, welches nach einigen Stadtbränden 1410 neu erbaut worden ist. Sie befinden sich auf dem Obermarkt und können das Bürgerhaus mit dem repräsentativen Portal betrachten. Von hier haben Sie einen wunderschönen Blick auf den gesamten Obermarkt. In der Mitte sehen sie das Denkmal des Stadtgründers, Markgraf Otto der Reiche.

- Geschichte Bauernhase
- großes Bild
An der Schmalseite des Platzes können Sie das spätgotische Alnpeckhaus sehen. In dem sich wahrscheinlich die letzte Freiberger Münze befand. Gegenüber befindet sich das Cafe´ Hartmann. Nehmen Sie sich die Zeit, und lesen Sie sich die Geschichte des "Freiberger Bauerhasen" durch.

- Fortunabrunnen
Den Fortuna- Brunnen erreichen Sie, wenn sie den Fußgängerbereich entlang der Peterstraße gehen. Der Brunnen, ist ein Kunstwerk von Bernd Göbe.Er zeigt bedeutende Persönlichkeiten der Freiberger Geschichte. Anlässlich der 800- Jahr- Feier wurde er 1986 aufgestellt. Wenn Sie entlang der Peterstraße schauen, sehen Sie das Schwedendenkmal. Errichtet wurde es von Eduard Heuchler im Jahr 1843. Es soll an den erfolgreichen Widerstand Freibergs gegen die schwedischen Truppen während des 30- jährigen Krieges erinnern.

- Schwedendenkmal

- Petrikirche
- © Architekturbüro
Werner & Jansen
Wenn Sie sich vom Fortuna- Brunnen aus nach rechts wenden, erreichen Sie die Petrikirche. Entstanden ist die Petrikirche Anfang des 13. Jahrhunderts an einer ehemaligen Richtstätte, mit einer vermutlich 4- türmigen Basilika. Gegenüber an dem Eckhaus zur Waisenhausstraße, sehen Sie einem weißen stehenden Bären, der sich auf einen goldenen Tastzirkel stützt. Dies ist das ehemalige Wappen der Großgießerfamilie Hilliger, welche weit über die Grenzen Sachsens bekannt waren. Auf der gegen überliegenden Straßenseite sehen Sie das Haus der ehemalige Freimaurerloge, heute befindet sich darin das Naturkundemuseum.

- Ratskeller

- Kaufhausgasse

- Bergakademie
Wenn Sie sich jetzt rechts in Richtung Obermarkt begeben, erreichen Sie den Ratskeller. Er wurde 1545-1546 mit dem großen Renaissanceportal als Kaufhaus und städtisches Repräsentationsgebäude errichtet. Neben dem Ratsweinausschank befanden sich die Verkaufsstände der Fleischer und Bäcker im Erdgeschoss. Im 1. Stock waren die Tuchmacher, Kürschner und Schuhmacher. Im 2. Stock befand sich die sogenannte Kastenstube, ehemalige "Trinkstube für besondere Personen", mit einer bemerkenswerten Ausgestaltung. Der Festsaal, der auch für Theateraufführungen genutzt wurde, ist aus dem Jahr 1687. Anfang des 18. Jahrhunderts wurde er mit barocken Ausmalungen versehen. Sie verleihen dem Raum eine besonders festliche Ausstrahlung. Daneben steht das Lisskirchner- Haus. Das Portal aus der Renaissance stellt die erzgebirgische Bergbautechnik aus dem Jahr 1530 dar.
Links vom Ratskeller ist die Kaufhausgasse. Wenn Sie die entlang gehen, kommen sie ca. nach 70m an die Bergakademie, genauer gesagt an das Hauptgebäude derselben. Sie wurde 1765 gegründet und ist die älteste montanwissenschaftliche Hochschule der Welt. Heute ist sie Technische Universität. Viele bedeutende Persönlichkeiten verbrachten hier ihre Lehr- und Studienjahre. Z. B. Abraham Gottlob Werner, Begründer der Mineralogie als Wissenschaft, Ferdinand Reich, Theodor Richter, Clemens Winkler (der Entdecker der Elemente Indium und Germanium), Alexander von Humboldt, Theodor Körner und Friedrich von Hardenberg (Novalis). Die Hochschule ist bekannt für die Entwicklung zahlreicher technischer Neuerungen zur Erzgewinnung und -verarbeitung. Weiterhin wurde hier Großes auf dem Gebiet der Geo- Wissenschaften vollbracht.
Gehen Sie nun bitte weiter auf der Akademiestraße. Haben Sie die Burgstraße erreicht, sehen sie das Schloss Freudenstein. Etwa 1170 entstand es anstelle einer früheren Schutzburg. Der Weltberühmte Orgelbauer Gottfried Silbermann wohnte 40 Jahre im Haus Schlossplatz 6. Hier war auch seine Werkstadt. Vier seiner Meisterwerke erklingen regelmäßig in Freiberg.

- Kirchgasse
Weiter geht es in die Kirchgasse, die den Dom und das Schloss verbindet. Hier befinden sich der Sitz des Sächsischen Oberbergamtes (früher Schönlebescher Freihof aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts) und eine studentische Wohnanlage (früher Schönbergscher Hof, eine barocke Vierflügelanlage). Am Ende der Kirchgasse sehen Sie die Westseite des Domes St. Marien, eine spätgotische Hallenkirche. Nebenan liegt der Domherrenhof. Er ist heute das Stadt- und Bergbaumuseum. Im Erdgeschoss sind die Decken als Zellengewölbe ausgebildet. Sie befinden sich auf dem Untermarkt, früher "Aldenmarckt". Der Markt hat eine unregelmäßige Form und stammt aus dem 12. Jahrhundert. Im nördlichen Bereich befinden sich die Mineralogischen und Lagerstätten kundlichen Sammlungen der Bergakademie mit seltenen und sehr schönen Kristallen, die besichtigt werden können. Die Sammlungen zählen zu den größten ihrer Art weltweit.

- Nikolaikirche

- Theater
Gehen Sie nun über die Kreuzgasse und Buttergasse zum Buttermarkt. Hier finden Sie die Nikolaikirche und das Stadttheater. Die Nikolaikirche dient heute Versammlungen, Lesungen und kleinere Veranstaltungen und kann besichtigt werden. Das Stadttheater ist 1790 aus einem Bürgerhaus entstanden. Es gilt als das weltweit älteste, durchgehend betriebene, städtische Theater. Wenn Sie nun die Weingasse betreten können Sie einen manieristischen Erker (1616/17) betrachten. Am Ende der Weingasse sind Sie wieder am Ausgangspunkt angekommen und Ihr Stadtrundgang ist beendet.