Clemens Alexander Winkler

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Clemens Alexander Winkler

Clemens Winkler wurde am 26. Dezember 1838 in Freiberg als Sohn des Metallurgen Kurt Alexander Winkler geboren. Sein Pate war Ferdinand Reich. Nach seinen Studien an der Königlichen Gewerbeschule (1853 - 56) in Chemnitz und an der Freiberger Bergakademie arbeitete Clemens Winkler zunächst in verschiedenen Blaufarbenfabriken. 1864 promovierte er an der Universität Leipzig über die Verbindungen des Siliziums. Im gleichen Jahr wurde er Hüttenmeister im Blaufarbenwerk Niederpfannenstiel.

1873 wurde er als Professor für anorganische Chemie an die Bergakademie Freiberg berufen. Dort entwickelte er u. a. Kontaktverfahren zur Herstellung konzentrierter Schwefelsäure, das später durch den BASF-Chemiker Rudolf Knietsch weiterentwickelt wurde und weltweite Anerkennung fand. Die bedeutendste Leistung Clemens Winklers war jedoch, als er am 06. Februar 1886 im Mineral Argyrodit in der Grube >>Himmelsfürst<< das chemische Element Germanium entdeckte. Seine Entdeckung bestätigte die theoretische Vorarbeit von Dimitri Iwanowitsch Mendelejew, der die Existenz eines Elementes mit diesen Eigenschaften vorausgesagt hatte.

In der Folgezeit wurde Clemens Winkler mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht. Im Jahre 1894 traf er sich erstmalig mit Mendelejew, mit dem er seit 1886 Briefkontakte pflegte. Von 1896 bis 1899 wirkte Winkler als Direktor der Bergakademie Freiberg, Berufungen anderer Universitäten u. a. Dresden, Leipzig, Berlin und Göttingen lehnte er ab. 1902 gab er seine letzte Vorlesung. 2 Jahre später, am 08. Oktober 1904, verstarb er 66-jährig an Krebs in Dresden.