Nicolaus Voigtel
- geb. 1658 in Freiberg / verst. 30. Oktober 1713 in Eisleben
- >>deutscher Geometer, Autor und Bergbeamter<<
Über das Leben von Nicolaus Voigtel ist nur wenig bekannt. Er wurde 1658 in Freiberg, als Sohn eines Bergmanns aus der Grafschaft Mansfeld geboren. Er selbst war dann Zehntner der Mansfelder und Eislebener sowie Hettstedter Bergwerke in der Grafschaft Mansfeld. Bevor er dieses Amt antrat, war er kursächsischer Bergvogt in Thüringen. Kurfürst Johann Georg III. von Sachsen übertrug ihm am 23. Januar 1683 dieses bedeutsame Amt, das er am 02. März d. Jahres antrat.
Große Verdienste erwarb er sich durch die Herausgabe von Lehrbüchern für die bergmännische Geometrie. Selbst bezeichnete er sich als ersten Schriftsteller auf diesem Gebiet, was jedoch inhaltlich nicht richtig war. Voigtels Geometrie-Lehrbücher bedeuteten einen wesentlichen Fortschritt bei der Entwicklung der Markscheidekunst, da er erstmals die Anwendung der Trigonometrie systematisch einführte.
1713 verstarb Voigtel dann in Eisleben. Er hinterließ den Sohn Traugott Gottlieb Voigtel, der sich am 10. November 1713, erfolglos um die durch den Tod seines Vaters freigewordene Zehntnerstelle bewarb.