Ulrich Rülein von Calw

1465 im württembergischen Calw geboren studierte er ab 1485 an der Universität Leipzig. 1490 wurde er Baccalaureus und Magister Artium und studierte anschließend Medizin und Mathematik. Rülein von Calw bekam vom sächsischen Kurfürsten Georg I. den Auftrag, eine Neustadt am Schreckenberg, die heutige Stadt Annaberg zu bauen. 1497 wurde Rülein von Calw durch die Stadt Freiberg zum Stadtphysikus berufen. Hier wirkte er als Vermessungs- und Bauingenieur, Bergbausachverständiger und Astrologe.

1505 erschien sein Buch Eyn wohlgeordnet und nützlich büchlein, wie man bergwerk suchen und finden soll, die erste wissenschaftliche Abhandlung über Bergbau in Deutschland. Als Arzt kämpfte er 1497 erfolgreich gegen die Pest. 1508 wurde er Bürger von Freiberg, Ratsherr und 1514 bis 1519 regierender Bürgermeister. Ulrich Rülein von Calw gründete die erste humanistische Lateinschule in Sachsen, dem heutigen Geschwister-Scholl-Gymnasium. Er wurde 1519 in die Freiberger Knappschaft aufgenommen, verließ aber wegen Anfeindungen gegen seine Schule 1519 Freiberg und ging nach Leipzig, wo er als Professor für Medizin arbeitete. Seinen letzten Auftrag, Bestimmung des Standortes und Entwicklung des Bebauungsplans für Marienberg bekam er 1521 von Heinrich dem Frommen.

Die neu errichtet Sportstätte am Meißner Ring wurde hat nun seinen Namen erhalten.