Ferdinand Reich

1799 wurde Reich in Bernburg (Sachsen-Anhalt) geboren. Nach seinen Studien an der Universität Leipzig und der Bergakademie Freiberg (unter Abraham Gottlob Werner) wurde er 1819 Gehilfe im Freiberger Berghüttenwesen. Es folgten Studienaufenthalte in Göttingen und Paris. Danach wirkte er als Akademieinspektor an der Bergakademie Freiberg. 1827 wurde er dort Professor für Physik und Assessor beim Freiberger Oberhüttenamt. Im Jahre 1860 wurde er zum Oberbergrat benannt. Die Physikprofessur gab er im gleichen Jahr auf. 1866 trat er in den Ruhestand.

Reichs bedeutendste Leistung war die spektralanalytische Untersuchung der schwarzen Zinkblende, wobei er 1863 zusammen mit Theodor Richter das chemische Element Indium entdeckte. Den Namen wählten die Entdecker aufgrund der indigoblauen Spektralfarbe. Seine weiteren Forschungen waren äußerst vielseitig.. Er publizierte zum Beispiel über Temperaturmessungen in den Gruben des Erzgebirges, untersuchte den Hüttenrauch auf Giftstoffe, führte erdmagnetische Beobachtungen sowie Fallversuche zur Bestimmung der Achsendrehung der Erde durch.

Im Alter von 83 Jahren, verstarb Ferdinand Reich, 1882 dann in Freiberg.