Otto Markgraf von Meißen
- geb. 1125 / verst. 18. Februar 1190
- >>Markgraf von Meißen und Stadtbegründer von Freiberg<<

- Denkmal von Otto dem Reichen auf dem Brunnen Obermarkt
Otto, genannt der Reiche aus dem Hause der Wettiner war von 1156 bis 1190 Markgraf von Meißen. Er war ein Sohn Konrads des Großen und seiner Gattin Luitgard von Elchingen. Im Jahr 1147 heiratete er Hedwig ( U 1203), eine Tochter des Markgrafen von Brandenburg, Albrecht der Bär.

- Inschrift am Brunnen:
- Otto der Reiche Markgraf zu Meissen gruendete die Stadt Freiberg zur Foerderung und zum Schutze des hier erstandenen Bergbaues um das Jahr 1180
Zwischen 1156, seinem Amtsantritt und 1170 dem Tod eines urkundlich erwähnten Zeugen verlieh Markgraf Otto dem Ort Leipzig als erstem in der Mark Meißen das Stadtrecht. Um 1168 wurde auf seinem Territorium in der Nähe des heutigen Freiberg Silber gefunden, das seinen Reichtum und seinen Beinamen begründete. Somit gilt er als der Gründer der ältesten, größten und bedeutendsten Bergstadt Sachsens, Freiberg 1186. Seine Frau Hedwig bat ihn um die Gründung eines Klosters. 1162 bestätigte Kaiser Friedrich Barbarossa die Schenkung von 800 fränkischen Hufen Land an das Kloster Zelle im Urwald Miriquidi (heute Kloster Altzella). Da auch die Silberfunde auf diesem Gebiet lagen, mussten etwa 100 Hufen Land wieder umgetauscht werden.
Ebenfalls auf Betreiben seiner Frau setzte Otto seinen jüngeren Sohn Dietrich als Erben der Markgrafschaft ein. Sein älterer Sohn Albrecht nahm in deshalb gefangen, musste ihn aber auf Befehl des Kaisers wieder freilassen. 1190 starb Otto Markgraf von Meißen. Er wurde im Kloster Altzella begraben. Gegen seinen ausdrücklichen Wunsch, wurde dann vom deutschen König Heinrich VI. (1165-1197) von Hohenstaufen, doch der ältere Sohn Albrecht zum Markgrafen von Meißen bestimmt und nicht wie gewünscht der jüngere Dietrich.