Moritz von Sachsen

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Moritz von Sachsen

Im Jahre 1521 in Freiberg als Sohn Heinrich des Frommen in Freiberg geboren, wurde Moritz von Sachsen einer der bedeutendsten Sächsischen Fürsten. Er nahm an der Seite Kaiser Karls V. am Schmalkaldischen Krieg teil. Der Grund für die Teilnahme war das schlechte Verhältnis zum damaligen Kurfürsten von Sachsen, Johann Friedrich dem Großmütigen; dem Oberhaupt des 1535 erneuerten Schmalkaldischen Bundes. Mit diesem gab es Streit wegen der Landesteilung von 1485.

Am 09. Juli fand einer der blutigsten Schlachten der Religionskriege des 16. Jahrhunderts statt, die Schlacht von Sievershausen. Moritz siegte mit seinen Verbündeten in diesem großen Gefecht gegen Markgraf Albrecht Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach. Dieser war ein ehemaliger Verbündeter von Moritz, der den Passauer Vertrag nicht anerkannte, hauptsächlich aus eigenen Interessen aber vielleicht auch als Werkzeug des Kaisers. Moritz wurde in dieser Schlacht durch einen Schuss in den Rücken schwer verletzt. Zwei Tage später, am 11. Juli 1553, erlag er seiner Verwundung im Feldlager. Seine letzte Ruhestätte fand er im Dom St. Marien, seiner Heimatstadt Freiberg, wo er mit dem sogenannten Moritzmonument, eines der aufwändigsten Grabmäler erhielt, was je einem Wettiner zu Teil wurde.

Moritz verbesserte das Steuer-, Berg-, Hütten- und Kriegswesen. Er reorganisierte die Verwaltung Kursachsens (Kanzlei- und Hofordnung von 1549). Moritz befestigte Dresden, Leipzig und Pirna, baute die evangelische Landeskirche aus und stiftete die Fürstenschulen Pforta, Meißen und Grimma als Erziehungsstätten des sächsischen Adels. Er beteiligte sich ferner an Türkenkriegen. Moritz hatte mit seiner Frau Agnes von Hessen einen Sohn, der im Säuglingsalter starb und eine Tochter Anna, die nicht erbberechtigt war. Deshalb folgte ihm in die sächsische Kurfürstenwürde sein Bruder August I. mit einer wesentlich friedlicheren Regierung.