Günter Blobel
- geb. 21. Mai 1936 in Waltersdorf / Schlesien
- >>deutschstämmiger US-Biomediziner und Nobelpreisträger<<
Günter Blobel wurde am 21. Mai 1936 in Waltersdorf (Schlesien) geboren. Er ist deutschstämmiger US-Biomediziner. Nach der Flucht mit den Eltern und Geschwistern im Februar 1945 und der dann verweigerten Rückkehr in die Heimat hatte Günter Blobel in Freiberg das Gymnasium besucht und sein Abitur gemacht.
Nach dem Medizinstudium in Frankfurt am Main, München, Kiel, Freiburg im Breisgau und Tübingen promovierte er 1967 mit einem Ph. D. an der University of Wisconsin und wechselte danach an die Rockefeller University in New York und arbeitete mit dem späteren Nobelpreisträger George Emil Palade zusammen. Im Jahre 1987 erhielt er die US-amerikanische Staatsbürgerschaft. Im Jahre 1992 wurde er zum ordentlichen Professor an der Rockefeller University ernannt. Hauptforschungsgebiet von Prof. Dr. med. Blobel Ph.D sind vor allem die Mechanismen der innerzellularen Sortierung von Proteinen und die Suche nach Möglichkeiten, ihre Funktion optimal zu erhalten.
1999 erhielt Blobel dann selbst den Nobelpreis für die Entdeckung, dass neu synthetisierte Proteine eine bestimmte Signalsequenz besitzen, welche für den Transport und die Lokalisation der Proteine codieren. Er hat rund 820.000 Euro des Preisgeldes für den Wiederaufbau der Frauenkirche in Dresden gespendet, namentlich an die von ihm selbst gegründete Stiftung Friends of Dresden, die sich dem Ziel des Wiederaufbaus der Dresdner Frauenkirche verschrieben hat. Er war Ehrenmitglied im Kuratorium Frauenkirche. Wegen der Entscheidung zum Einbau einer modernen Orgel gab er im Jahre 2003 diese Ehrenmitgliedschaft zurück.