Geschichte Freibergs im 17. Jahrhundert

1618
Beginn des Dreißigjährigen Krieges
1619
Einführung eines freien Kornmarktes
1632
Freiberg, das einen Bündnissvertrag mit Schweden unterhält, wird im Verlauf des Krieges vom kaiserlichen Heer eingenommen. Die Stadt wird geplündert und muss 30000 Taler Kontribution zahlen.
1638
Der Bildhauer Hans Fritzsche vollendet die Bergmannskanzel im Dom
1639
Durch den Friedensschluß zwischen dem Kurfürst von Sachsen und dem Kaiser wechselt Freiberg die Seiten und wird vom 2. bis zum 20. März von den schwedischen Truppen belagert. Über 7000 Menschen sind in der Stadt eingeschlossen. Unter Führung des Bürgermeisters J. Schönlebe, Bergrghauptmann G. F. von Schönberg und des kurfürstlichen Oberstleutnants von Haubitz wird die Stadt erfolgreich verteitigt und dem Gegner schwere Verluste zugefügt.
1643
Erneute Belagerung durch die Schweden. Bergleute vorsorgen die Bevölkerung über Grubengänge mit Lebensmittel und halten auf diesem Wege Verbindung mit dem kurfürstlischen Hof in Dresden.
Die Verwendung von Schwarzpulver als Sprengmittel wird im Freiberger Revier eingeführt.
1661
Bildung einer Kommision, um den finanziellen Zusammenbruch der Stadt abzuwenden. Die Stadtschulden beliefen sich auf mehr als 144.400 Taler und Freiberg stand vor dem Bankrott.
1668
Der Rat erhebt eine Abgabe von 5 Talern je gebrautes Bier zur Tilgung der Stadtschulden.
um 1670
Baubeginn für den Schönbergschen Hof (Kirchgasse 15)
1693
Der Gürtler Thomas Weber gründet im Gebäude Obermarkt 17 die erste Freiberger Manufaktur für leonische Waren.
Einrichtung eines Postamtes. Der erste Postmeister war Gottfried Wetzel, Besitzer des Gasthofes "Zum Güldenen Adler", Burgstraße 21.