Geschichte Freibergs im 13. Jahrhundert
- 1210-1218
- Markgraf Dietrich "der Bedrängte" baut die Oberstadt weiter aus und läßt den Obermarkt (damals ca. 120m x 140m) zwischen Petriplatz und Burgstraße anlegen.
- 1218
- "Friberch" wird das erste mal urkundlich erwähnt.
- 1221
- Heinrich III., der Erlauchte folgt seinem Vater Dietrich als Markgraf von Meißen.
- 1224
- Das Johannishospital vor dem Peterstor (Chemnitzer Starße/Johannisgasse) wird urkundlich bestätigt. Die Stadtgemeinde übernimmt somit die Krankenversorgung der Bevölkerung. Das Mitte des Jahrhunderts errichteten Bartholomäushospital vor dem Meißner Tor (Meißner Ring/Wasserturmstraße) spezialisiert sich auf die Behandlung Leprakranker.
- 1223
- Ersterwähnung des Rates der Stadt
- 1225
- Freiberg ist größte Stadt der Markgrafschaft und eines der bedeutensten wirtschaftlichen Zentren in Deutschland. Die Stadt verfügt über fünf Pfarrkirchen: die Marien-, die Nikolai-, die Petri-, die Jakobi- und die Donatikirche.
- 1227
- Der gesamte Rat tritt unter der Bezeichnung "die 24 der Stadt" erstmals auf.
Das Siegelbild von Freiberg zeigt ein Stadttor -mit dem markgräflichen Wappen- flankiert von zwei Türmen und einem weiteren Turm. Das Freiberger ist das mit Abstand älteste Stadtsiegel der Markgrafschaft. - um 1230
- Die goldene Pforte als Eingang zur Marienkirche zeigt, zu welchem Reichtum Freiberg gelangt ist.
- 1233
- Die Freiberger Stadtmauer wird zum ersten Mal urkundlich genannt. Sie umschließt bei einer Länge von 2700m eine Fläche von 0,464 km². Damit war Freiberg genau so groß wie Dresden und wesentlich größer als Chemnitz und Berlin.
- um 1233
- Dominikaner- und Franziskanermönche gründen in der Nähe des Untermarktes Klöster.
- 1240
- Bau des ersten "Rathauses" am Obermarkt. Im Rathaus befand sich der Sitzungsraum des obersten Gerichts der Stadt, ein Festsaal und die Rüstkammer mit den Waffen der Bürger. Urkunden, Geschäftsbücher und die Finanzen wurden hier aufbewahrt. Angebaut war der "Stock", das Gefängniss der Stadt.
- 1244
- Urkundliche Erwähnung der Freiberger Münze. Als erster Münzmeister wird Nicolaus de Zibislawicz genannt. Die Freiberger Münze fungierte als Wechselstelle, in der Silber gegen Geld abgerechnet wurde. Von hier aus wurden benachbarte Münzstätte in Leipzig, Altenburg, Taucha, Schkeuditz und Plauen mit Silberlieferungen versorgt.
- 1255
- Der Rat der Stadt erreicht, daß ihm die "Rechte der Stadt und der Bergleute" bestädigt und damit die Geltung des Stadtrechts "in Freiberg wie im Bergbaudistrikt" vom Markgrafen verbrieft werden.