Geschichte Freibergs im 12. Jahrhundert
- 1162
- Stiftung des Gebietes um Freiberg im damaligen "Dunkelwald" an "Cella
Sanctea Mariae" (Kloster Altzella in Nossen) durch Markraf Otto von Meißen
Rodungsbauern beginnen im Wald zwischen Mulde und Striegis erste Dörfer zu gründen
(Hilbersdorf, Krummenhennersdorf, Erbisdorf, Ober-und Niederschöna, Reichenbach, Langenau)
- 1156 - 1162
- Zwischen dem Meissner Tor und Donatstor am Münzbachtalhang östlich der
Wasserturmstraße werden die ersten Gehöfte angelegt;
Die Siedlung "Christiansdorf" entsteht. Das Dorfzentrum bildet die "Klosterschänke"
auf der Pfarrgasse (Prost). Christiansdorf hat zu dieser Zeit ca. 50 Einwohner.
- 1160
- Bau der Jakobikirche an der Talstraße/Pfarrgasse
- 1168
Erster Silberfund.
Georgius Acricola schrieb dazu in seinem Buch "Erzlagerstätten und Erzbergbau
in alter und neuer Zeit" 1546:
Als Fuhrleute aus Halle "vierspännig, wie es heute auch noch geschieht, Salz
unmittelbar durch das Meißner Land nach Böhmen fahren, wo dieses Gewürz noch
heute nicht weniger als einst fehlt, sehen sie in den Räderspuren ein Stück
Bleiglanz, das durch die Gießbäche aufgedeckt ist. Weil das den Goslarer ähnlich
ist, werfen sie es auf den Wagen und nehmen es mit nach Goslar. Denn dieselben Fuhrleute
pflegen aus dieser Stadt Blei abzufahren. Da man aus diesem Bleiglanz viel mehr Silber
ausschmolz als aus dem Goslarer, begab sich eine Anzahl Bergleute an diesen Platz im
Meißner Land, wo jetzt die bekannte und reiche Stadt Freiberg liegt. Ein Gerücht,
das sich hält und das Gerede der Leute rühmt, daß die Bergleute aus den
Bergwerken reich geworden sind..."
Bergleute aus Goslar im Harz kommen nach Christiansdorf und gründen eine zweite
Siedlung ,die "Sächsstadt",.auf dem Gebiet um die Donatskirche.
Christiansdorf gewinnt durch die reiche Silberfunde an ökonomischer und politischer
Bedeutung für den Markgrafen Otto von Meißen.
- 1170-1175
- Der markgräfliche Herrenhof Burg Freudenstein wird errichtet. Entlang der
Brennhausgasse ensteht die burglehensiedlung.
- 1180-1185
- Immer mehr Handwerker und Händler siedeln sich um die Nikolaikirche (Buttermarkt)
an. Der Marktplatz verlagert sich von der Jakobikirche auf den Untermarkt.
- 1180-1185
- Bau der Marienkirche am Untermarkt. Markgraf Otto von Meißen fordert die
Rückführung der "silberhaltigen" Gebiete vom Kloster Altzella.
- 1185
- Christiansdorf wird letztmalig urkundlich erwähnt. Da von der Stadtgründung
keine Dokumente existieren, wird angenommen, dass in dieser Zeit die Vereinigung der einzelnen
Siedlungen und die Erhebung zur Stadt erfolgt.
- 1198
- Otto von Meißen setzt seinen Sohn Dietrich als Markgrafen ein