Erzgänge, Stollngänge, Huthäuser
- Erzgänge:
- 1mm bis 6m, etwa 10 bis 50 cm Stärke (Mächtigkeit), einige 100 m bis max. 10km Länge, bis 900m Tiefe nachgewiesen, werden nach ihrer Richtung unterschieden:
-
- flache Gänge: N-S bis NW- SO gerichtet (NNW-SSO)
- stehende Gänge: N-S bis NO-SW gerichtet (NNO- SSW)
- Morgengänge: O-W bis NO-SW gerichtet (ONO- WSW)
- Spatgänge: O- W bis SO- NW gerichtet (OSO- WNW)
| Name |
Länge |
Gebiet |
| Hauptstollngang- Stehender |
ca. 10 km |
Tuttendorf bis Zug |
| Turmhof- Stehender |
|
Raum Freiberg bis Zug |
| Hohe Birke- Stehender |
|
Raum Freiberg bis Zug |
| Halsbrücker Spatgang |
|
Großschirma- Halsbrücke |
| Lade des Bundes Flacher |
|
Grube Himmelsfürst bei Brand Erbisdorf |
| Neue Hoffnung- Flacher |
|
Grube Himmelfahrt bei Freiberg |
| Kirschbaum- Stehender |
|
Grube Himmelfahrt |
| Gottlob- Morgengang |
|
Grube Himmelfahrt |
Stolln
- Isaak- Erbstolln:
- Unmittelbar an der Straße im Muldental zwischen Halsbrücke und Rothenfurth liegt ein auflässiger Steinbruch. Hier wurde Freiberger Kerngneis (Grauer Gneis der Osterzgebirgischen Serie) abgebaut. Am Eingang des Aufschlusses ist ein vermauertes Mundloch zu sehen. Der Stolln (angelegt auf dem Isaak- Spat) gehört zu den Gängen des Halsbrücker Gangzuges, wird zur Flourbarytischen Bleierzformation (fba) gerechnet. Der ½ m mächtige Gang zieht von der Stollnfirste im Gneis schräg nach oben. Er ist ein über Tage anstehende Gangaufschluss. Sein Streichen verläuft NW- SO, sein Einfallen beträgt im Aufschluss etwa 45° SW. Am Fuß der Bruchwand finden wir Mineralien wie, Quarz, Flussspat (gelblich- grüne Farbe), Sulfide, Bleiglanz und Pyrit.